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Monocryl vs. Vicryl Rapide – Was ist besser für kosmetische Hautnähte?

Antwort

Vergleich der resorbierbaren Hautnähte Monocryl (Poliglecaprone 25) und Vicryl Rapide (Polyglactin 910, schnell resorbierend) in Bezug auf Aufbau, Wundstütze, Resorption und klinische Anwendung.

1. Kerneigenschaften im Überblick

Kriterium Monocryl (Poliglecaprone 25) Vicryl Rapide (Polyglactin 910, schnell resorbierend)
Aufbau Monofilament (glatt) → geringe Kapillarität, geringe Gewebereaktion Geflochten & beschichtet mit Calciumstearat → sehr gutes Handling/Knotensicherheit, etwas mehr Gewebereaktion
Färbung Ungefärbt oder violett Ungefärbt – violett nur für wenige Augenkombinationen
Wundstütze (in vivo) ~50–60 % (7 Tage), ~20–40 % (14 Tage); Kraftverlust ≈ komplett nach 21–28 Tagen ~50 % (5 Tage), 0 % nach 10–14 Tagen
Resorption Vollständig in ~90–120 Tagen Vollständig in ~42 Tagen
Indikation laut Hersteller Allgemeine Weichteiladaptation inkl. intrakutan/subkutikulär Nur oberflächliche Weichteile (Haut/Mukosa) mit kurzem Stützbedarf (7–10 Tage)
Antibakterielle Variante (Triclosan) Monocryl Plus verfügbar Keine Rapide-Plus-Variante gelistet

2. Typische Vor- & Nachteile

Monocryl – Vorteile

  • Sehr glatter Durchzug → weniger „Punktnarben-Risiko“
  • Geringere Bakterienadhärenz vs. geflochtenen Fäden
  • Geeignet für intrakutane/subkutikuläre Nahttechniken

Monocryl – mögliche Nachteile

  • Etwas mehr „Memory“ → mehrere Würfe für sichere Knoten nötig

Vicryl Rapide – Vorteile

  • Kein Fadenentfernen (löst sich nach 7–10 Tagen auf)
  • Schnelles, angenehmes Handling
  • Praktisch bei Pädiatrie oder Compliance-Problemen

Vicryl Rapide – mögliche Nachteile

  • Geflochten → potenziell mehr Gewebereaktion
  • Bei perkutanen Einzelknopfnähten eher sichtbare „Punktnarben“ möglich
  • Sehr kurze Stützzeit → subkutikulär seltener sinnvoll

3. Empfehlung für kosmetische Hautnähte

  • Maximale Ästhetik (Gesicht/ästhetisch relevante Zonen, saubere, spannungsarme Wunde):
    Bevorzugt kontinuierliche subkutikuläre Monocryl-Naht (typisch 4-0 bis 6-0 je Lokalisation), optional kombiniert mit Steri-Strips/Gewebekleber zur Oberflächenruhigstellung.
    Warum? Glatte Monofilamentoberfläche → weniger Gewebereizung und geringere Bakterienadhärenz; Wundstütze über ~2 Wochen deckt die frühe Kollagen-Remodelling-Phase ab.
  • Sehr kurzer Stützbedarf (z. B. Kinder, Schleimhaut/Skalp, kleine spannungsarme Einstiche):
    Vicryl Rapide ist sinnvoll (spontanes Auflösen nach 7–10 Tagen). Bei perkutanen Einzelknopfnähten mögliche Narbenspuren durch Geflecht bedenken; subkutikulär seltener, da Stützzeit sehr kurz.

4. Infektions- & Reizaspekte

Monofile Fäden zeigen tendenziell weniger bakterielle Adhärenz als geflochtene. Das ist vor allem bei kontaminierten oder risikobehafteten Wunden relevant; bei sauberen, elektiven Hautnähte spricht es zusätzlich für Monocryl (ggf. als Monocryl Plus).

5. Fazit

In den meisten ästhetischen Szenarien ist Monocryl (Plus) die erste Wahl – insbesondere als kontinuierliche subkutikuläre Naht: längere frühe Wundstütze (~2 Wochen), geringere Gewebereizung und geringere bakterielle Adhärenz unterstützen bessere kosmetische Ergebnisse. Vicryl Rapide ist eine sehr gute Alternative, wenn nur 7–10 Tage Wundunterstützung benötigt werden (z. B. bei Kindern oder sehr kleinen, spannungsarmen Wunden) und ein Fadenentfernen vermieden werden soll.

Wichtig: Seit 2024 ist MONOCRYL nur noch als antibakterielle MONOCRYL PLUS Variante am Markt erhältlich.

Hinweis: Diese Inhalte richten sich an medizinische Fachanwender und ersetzen keine individuelle chirurgische Entscheidung.

Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag richtet sich ausschließlich an medizinische Fachanwender. Er basiert auf sorgfältig recherchierten wissenschaftlichen Quellen und veröffentlichten Studien. Eine Haftung für Vollständigkeit, Richtigkeit oder Anwendbarkeit im Einzelfall wird ausgeschlossen. Die dargestellten Informationen ersetzen nicht die eigenverantwortliche, indikationsbezogene Entscheidung des behandelnden Arztes. Jede Anwendung von Nahtmaterialien muss individuell unter Berücksichtigung der klinischen Situation und der geltenden Leitlinien erfolgen.

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