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Nylon vs. Prolene – Unterschied bei Hautnähten und Gefäßnähten

Antwort

1. Materialbasis

  • Nylon (Polyamid, z. B. Ethilon)
    • Glattes monofiles nicht resorbierbares Nahtmaterial, leicht elastisch
    • Geringe Gewebereaktion, aber hydrolytisch abbauend über Jahre → langfristig geringe Kraftverluste möglich
  • Prolene (Polypropylen)
    • Monofil, extrem inert.
    • Keine Hydrolyse, bleibt praktisch unverändert im Gewebe
    • Sehr glatte Oberfläche → sehr geringe Gewebereaktion

2. Hautnähte

  • Nylon
    • Vorteile: gute Elastizität, erleichtert Anpassung an Schwellung der Haut, gute Kosmetik
    • Nachteile: „memory“ (neigt zum Aufspringen), Knoten müssen sorgfältig gelegt werden (mehr Würfe)
    • Häufig für Hautverschlüsse eingesetzt
  • Prolene
    • Vorteile: biologisch extrem inert, geringe Gewebereaktion → kaum Narbenbildung
    • Nachteile: sehr glatt, dadurch schwieriger zu knoten; neigt stärker zum Aufspringen als Nylon
    • Eher bei plastisch-chirurgischen Hautnähten eingesetzt, wenn eine feine, kosmetisch optimale Narbe gewünscht ist

3. Gefäßnähte

  • Nylon
    • Eingeschränkt in der Gefäßchirurgie verwendet
    • Nachteile: leichte Hydrolyse und Elastizitätsverlust über lange Zeit
    • Heute weniger Standard
  • Prolene
    • Goldstandard in der Gefäßchirurgie
    • Absolut inert, keine Hydrolyse, exzellente Langzeithaltbarkeit
    • Sehr glattes Gleitverhalten → atraumatisch für Gefäßintima
    • Eingesetzt bei Bypässen, Herzchirurgie, Klappenplastiken

4. Kurzfazit

  • Hautnähte: Nylon = Standard, gute Elastizität, leicht zu entfernen. Prolene = sehr gute kosmetische Ergebnisse, aber schwieriger zu knoten
  • Gefäßnähte: Prolene = Standard, da inert und dauerhaft stabil. Nylon = kaum noch eingesetzt, nicht leitlinienkonform

Zusammenfassung – Übersicht

Eigenschaft Nylon (Polyamid, z. B. Ethilon) Prolene (Polypropylen)
Material monofil, Polyamid monofil, Polypropylen
Gewebereaktion Gering, aber leichte Hydrolyse über Jahre Extrem gering, vollständig inert
Elastizität Leicht elastisch, passt sich Schwellung an Sehr glatt, kaum elastisch
Knotensicherheit Besser als Prolene, aber „memory“ → mehrere Würfe nötig Sehr glatt, Knoten springen leichter auf → viele Würfe nötig
Hautnaht Standard für Hautverschlüsse, gute Kosmetik, leicht zu entfernen Sehr gute kosmetische Ergebnisse, aber technisch anspruchsvoller
Gefäßnaht Obsolet und nicht leitliniengerecht, da langfristig Strukturverlust des Fadens Goldstandard: dauerhaft stabil, inert, atraumatisch für Intima
Resorption theoretisch nicht resorbierbar – sehr langsamer Abbau über Jahre möglich Keine Hydrolyse, dauerhaft haltbar

Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag richtet sich ausschließlich an medizinische Fachanwender. Er basiert auf sorgfältig recherchierten wissenschaftlichen Quellen und veröffentlichten Studien. Eine Haftung für Vollständigkeit, Richtigkeit oder Anwendbarkeit im Einzelfall wird ausgeschlossen. Die dargestellten Informationen ersetzen nicht die eigenverantwortliche, indikationsbezogene Entscheidung des behandelnden Arztes. Jede Anwendung von Nahtmaterialien muss individuell unter Berücksichtigung der klinischen Situation und der geltenden Leitlinien erfolgen.

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